RESIST! ConversationsALL in ONE!

RESIST! ConversationsALL in ONE!

Freitag, 3. Dezember 2021, 18 Uhr

 

Welche Widersprüche verbergen sich in den Fundamenten des „ethnologischen Museums“? Wie können wir sie überwinden und die Grundlagen für eine neue Museumsethik schaffen?
Im Rahmen der Ausstellung RESIST! Die Kunst des Widerstands, einer experimentellen Ausstellung über 500 Jahre antikoloniale Kämpfe im Globalen Süden, lädt das RJM zu einem Diskussionsabend mit internationalen Sprecher*innen und Kämpfer*innen. Restitution, Reparation und Partizipation stehen im Mittelpunkt der Debatte. Mach mit und entwirf mit uns gemeinsam die Zukunft des Museums.
Mit Felwine Sarr (Senegal-online), Ciraj Rassool (Südafrika-online), Nana Oforiatta Ayim (Ghana), Bénédicte Savoy (Frankreich-online), Andreas Görgen (Deutschland), Peju Layiwola (Nigeria), Elizaveta Khan (Deutschland). Moderiert von Rahab Njeri (Deutschland).
Musik von Rokia Bamba (Belgien).
Wir freuen uns auf euch!
Der Eintritt ist frei. Da die Teilnehmer*innenzahl im Diskussionsraum (VHS-Forum) begrenzt ist, wird die Debatte auch im Foyer des Museums übertragen.
Die Diskussion findet in Englisch statt und wird simultan in Deutsch untertitelt. Die Veranstaltung wird online über unsere Website www.rjm-resist.de und den RJM-YouTube-Kanal übertragen.
16-18 Uhr: Die Kölner Kollektive Coach e.V., Jugendfreizeitwerk Köln e.V. und In-Haus e.V. geben in der Ausstellung Einblick in ihre Arbeit.
Am Tag der Veranstaltung ist die Ausstellung bis Mitternacht geöffnet.
COVID-Verordnung: Bitte beachten Sie, dass für die Teilnahme an diesem Abend ein Nachweis über Genesung oder vollständige Impfung UND eine negative Testung erforderlich sind (2G+).
Je nach der Pandemiesituation zum Zeitpunkt der Veranstaltung können auch zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.rjm-resist.de.

 

Die Teilnehmer*innen:

Bénédicte Savoy ist Kunsthistorikerin und Expertin im Bereich Restitution. In ihrem neusten Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst: Geschichte einer postkolonialen Niederlage“ zeichnet sie über 50 Jahre andauernden Kampf afrikanischer Staaten um Rückgabe ihrer durch die europäischen Kolonialherrscher entwendeten Kunstwerke nach. 

Ciraj Rassool ist Professor für Geschichte an der Universität des Westkaps und arbeitet maßgeblich zu Fragen der grundsätzlichen Reformulierung von Museumsarbeit in Europa und Afrika, die auch die Restitution von kolonialen Kulturgütern beinhaltet. 

Die Filmemacherin, Kuratorin und Schriftstellerin Nana Oforiatta Ayim ist die Gründerin des „ANO Institute of Arts and Knowledge“, das formuliert, wie ghanaisches, afrikanisches und diasporisches Denken dazu beiträgt, die dringenden Herausforderungen und Hindernisse, vor denen Afrika und die Welt derzeit stehen, zu überwinden. 

Als Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt leitet Andreas Görgen die Verhandlungen und Vorbereitungen für Restitutionen von Benin-Bronzen aus Deutschen Museen mit Nigeria.

Die nigerianische Künstlerin Peju Layiwola beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den geraubten Kulturgütern aus dem Königreich Benin. 2010 fand mit ihrer Soloausstellung „Benin 1897“ erstmals eine Ausstellung über diese Raubkunst in Nigeria statt. „Benin 1897“ heißt auch der autonome Raum, den Peju Layiwola für RESIST! Die Kunst des Widerstands kuratiert hat. 

Elizaveta Khan, die Gründerin und Vorsitzende des Kölner Integrationshaus e.V. setzt sich aktiv gegen Rassismus und für die Verbesserung von Lebenswirklichkeiten und -chancen insbesondere von Menschen mit einer Flucht- und Migrationserfahrung ein. Für RESIST! Die Kunst des Widerstands hat sie mit einem Gestalter*innen Kollektiv den autonomen Raum „Kein Widerstand passt in eine Box“ kuratiert. 

Felwine Sarr ist Sozialwissenschaftler, Autor und Musiker. Im März 2018 wurde er gemeinsam mit Bénédicte Savoy von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beauftragt, die Rückgabe von französischer Raubkunst nach Afrika vorzubereiten. Er gilt als einer der meistdiskutierten Denker Afrikas. Zusammen mit Bénédicte Savoy wurde Felwine Sarr vom Time Magazin zu den 100 einflussreichsten Menschen 2021 gewählt. 

 

Moderation:

Rahab Njeri engagiert sich für Fragen rund um Umweltrassismus und soziale Gerechtigkeit. Sie arbeitet am Referat Gender und Diversity Management der Universität zu Köln als Referentin für Rassismuskritik, Strategieentwicklung zur Rassismuskritik und Antidiskriminierung und Rassismuskritische Beratung für Mitarbeiter*innen der Universität.

Nanette Snoep ist seit Januar 2019 Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museums.

Ricardo Márquez-García ist seit Februar 2020 Junior Kurator des Rautenstrauch-Joest-Museums. Für die die Ausstellung RESIST! ist er Ausstellungskoordinator.

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